Beschreibung
Dass Gottfried Benn Schlager höher als Motetten schätzte und Musik als »pflanzlich« abtat, wirft eine Frage auf: Warum durchziehen dennoch musikalische Motive sein Werk – vom Oratorium Das Unaufhörliche (1931) bis in seine Lyrik? Die interdisziplinäre Studie Gottfried Benn und die Musik. Die ›Geburt‹ einer intermedialen Poetologie geht diesem Widerspruch nach. An der Schnittstelle von Literatur- und Musikwissenschaft zeigt sie, wie Musik nicht nur Benns Schaffen prägte, sondern sein Werk auch kompositorisch inspirierte. Im Zentrum steht die Entwicklung einer intermedialen Poetologie Benns, in der Musik auf immanente Weise in die Dichtung integriert wird.

