Beschreibung
Alfons Zitterbacke ist die berühmteste literarische Figur im breiten Textkorpus der DDR-Literaturgeschichte für Kinder und Jugendliche. Der Autor Gerhard Holtz-Baumert wird zeitlebens – und darüber hinaus – mit der literarischen Figur in Verbindung gebracht. Er ist und bleibt vor allem eines: der ›Vater von Alfons‹. Demgegenüber kann dem überaus erfolgreichen und auflagenstarken Schriftsteller, Literaturtheoretiker und Kulturfunktionär rückblickend ein äußerst reichhaltiges und vielgestaltiges Werk attestiert werden.
Die kinder- und jugendliterarischen Erzähltexte Holtz-Baumerts stehen deshalb im Zentrum dieser Studie. Das schriftstellerische Schaffen des »Kinderbuchpapstes« (Siegfried Lokatis) wird aus textimmanenter Perspektive kritisch analysiert sowie umfassend charakterisiert, sodass sich erstmals ein Gesamtentwurf der Poetik des Autors – sein ästhetisches Programm – abbildet.
Außerdem sucht die Studie auch nach Antworten auf die Frage, ob der Zusammenbruch der DDR im Schaffen des Autors grundlegende Zäsuren wahrnehmbar werden lässt oder ob vor allem erzählerische Kontinuitäten die Texte dominieren.

