Beschreibung
Mit seinem neuen Sentenzenbuch setzt Walter Thümler sein Fragen nach unserer aporetischen Existenz fort. In zehn Kapiteln eröffnet er einen weitgefächerten Themenkreis, befragt er die Kunst, die Religion, die Politik, die Sexualität. Die Sentenz dient ihm dabei eher als anarchische Textform als zur dogmatischen Festlegung. In ihr kann er Spontanität mit Tiefe des Denkens verbinden. Thümler glaubt nicht an neue Paradiese. Sein Interesse gilt dem Einzelnen versus kollektiver Übergriffigkeit, der sein transzendiertes Selbst sucht oder verteidigt. Unsere Gefährdung durch Ideologie, diese Dunkelschrift, die unser Leben und das Leben der anderen verzeichnet, ist, wie Krieg und Technokratie, ein wiederkehrendes Thema. Thümler sucht nicht den analytischen Diskurs, sondern Weisheit und Klarstellung. Sein Sprechen kommt aus einem natürlichen, unwillkürlichen Bezug.

