Beschreibung
Dieses Buch ist eine Spurensuche in den Bruchlinien der iranischen Gegenwartsgeschichte – und zugleich ein leises, eindringliches Zeugnis davon, wie Erinnerung gegen das Vergessen ankämpft. Ausgehend von der Islamischen Revolution von 1979 erzählt Hamid Tafazoli von Verlust, Exil, Krieg und der langen Nachwirkung politischer Gewalt. Dabei verbindet sich autobiographische Erfahrung mit essayistischer Präzision und kulturhistorischer Tiefenschärfe. So entsteht ein Text über die zerstörerische Macht von Ideologie, über das Fortleben von Geschichte in Sprache und Gedächtnis und über die ungebrochene Sehnsucht nach Freiheit. Ein Buch, das nicht nur vom Iran handelt, sondern auch vom Westen und vor allem von der Fragilität von Zivilisation überhaupt.
Autor*innen
Tafazoli, Hamid
Hamid Tafazoli ist Germanist und Literaturwissenschaftler an der Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft der Universität Bielefeld. Er studierte und forschte u. a. in Münster, den USA, Frankreich, Luxemburg, Spanien und Italien. Seine Arbeiten wurden mit dem Feodor Lynen-Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt Stiftung, dem Fonds de la Recherché Luxembourg der Universität Luxembourg und mit der Marie Curie Fellowship Award of the European Commission ausgezeichnet. Zu seinen Hauptwerken gehören die Monographien Der deutsche Persien-Diskurs (2007) und Narrative kultureller Transformationen (2019) sowie die Sammelbände Außenraum-Mitraum-Innenraum (2012, mit Richard T. Gray) und Persien im Spiegel Deutschlands (2018, mit Christine Maillard).
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