Beschreibung
Mit diesem Gedichtband gelingt dem Dichter eine aussagekräftige Synthese seines umfangreichen Schaffens. Hierbei wenden sich die Fragen des lyrischen Ich an die berühmtesten Ruinen des peruanischen Altertums und verwandeln sich in eine gegenwärtige Klage und zugleich in eine moralische Anklage gegen die Scheinheiligkeit und Doppelmoral der selbstgerechten Machthaber, die dem Volk und dem friedlichen Miteinander ungerügt schaden. Machu Picchu, zur Idee der Gerechtigkeit verklärt, wird als eine Dimension verstanden, die intelligentes Schaffen, fleißiges Miteinander, mathematisches Wissen und planvolle Architektur zu harmonisieren wusste. Der Dichter suggeriert, in dieser berühmten Stätte sei die peruanische Seele verborgen, die sich vor Fremdbestimmung, Selbstaufgabe und dem rückgratlosen Opportunismus nur schämen kann. Man erkennt den mittlerweile vergessenen Biss der politischen Lyrik, aber auch die Suche nach einer metaphysischen Beantwortung der Sinnfrage.

