Beschreibung
Richard Wagners vage Idee zu den Bayreuther Festspielen hat nie getragen und somit eine Institution geschaffen, die zwangsläufig weit hinter der ursprünglichen idealistischen Wunschvorstellung zurückgeblieben ist. Das Überleben dieser Festspiele war nur möglich, weil sie unter wechselnden Maßgaben jenseits von Wagners Plänen aufrechterhalten wurden. Die anderthalb Jahrhunderte Bayreuth werden in diesem Buch kritisch reflektiert mit dem Resultat, dass eine grundlegende Neuausrichtung überfällig ist. Betrachtet wird Bayreuth beginnend mit einer Analyse der an der Realität von Musiktheater vorbeientwickelten Idee Wagners, wie die eigenen Werke in Szene zu setzen seien. Zur besonderen Geschichte dieser Festspiele mit ihren extremen Verwerfungen konnte es nur kommen, weil Wagner es entsprechend angelegt und andere es in Taten umgesetzt haben. Alles das jedoch ist nicht Teil des ursprünglichen Festspielgedankens. Wagner hat mit den Bayreuther Festspielen und vor allem deren Haus und Ort ein Phänomen etabliert, das bis heute stete Aufmerksamkeit erfahren hat, dessen Zukunft indes nicht in der aktuellen Routine, sondern ausschließlich in substantiellen Veränderungen bestehen kann.


