Klabund Klabund, Ramazan Sen (Hrsg.), Hans G Roloff (Hrsg.)

Sämtliche Werke

Lyrik Erster Teil

Erscheinungsdatum: 01.01.1998, 383 Seiten ISBN: 978-3-8260-1601-1
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Beschreibung

Zur Ausgabe: Zum 70. Todestag Alfred Henschkes, dem 14. August 1998, erchienen bereits die ersten Bände der wissenschaftlichen Gesamtausgabe der Werke des Autors, der unter seinem Pseudonym KLABUND einer der produktivsten, meistgelesenen und vielgespielten Autoren seiner Zeit war. Die Ausgabe bietet die Ergebnisse jahrelanger Forschungsarbeit in Archiven und Nachlässen. Den Herausgebern ist es gelungen, bisher unbekannte und ungedruckte Texte Klabunds zu ermitteln und sie in die vorliegende Ausgabe zu integrieren. Damit wird zum ersten Mal eine vollständige und wissenschaftliche Edition der Werke Klabunds vorgelegt. Textkritische Apparate, Kommentare und editorische Beigaben, wie Faksimilie-Abdrucke von Handschriften, dienen der literaturwissenschaftlichen Erschließung der Texte. Zu den Bänden: Die Ausgabe ist in sechs umfangreiche Bände gegliedert, die jeweils in Teilbänden veröffentlicht werden. Text- und Kommentarbände werden getrennt vorgelegt. Der Autor Klabund: Klabund, mit bürgerlichem Namen Alfred Henschke, am 4. November 1890 in Crossen an der Oder geboren, erkrankte bereits mit sechzehn Jahren an Tuberkulose. Die Krankheit bestimmte sein Leben und seine literarische Produktion in starkem Maße. Klabund, nicht gewillt einen bürgerlichen Beruf zu ergreifen, wie es der Wunsch des Vaters, eines Apothekers war, entschloß sich, ein freies, ungebundenes Leben im Stil seines Vorbildes François Villon zu führen, “herumzustrolchen und Dichter zu werden”. Die Wahlverwandtschaft zu dem französischen Vagabunden und Dichter fand in dem lyrischen Porträt “Der himmlische Vagant” (1919) ihren Niederschlag. Klabund begann 1911 in München Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaften zu studieren; er gehörte zum engeren Kreis um Artur Kutscher und erfuhr von ihm frühe Förderung. Klabunds individueller Stil, der sich keiner programmatischen Einordnung unterwerfen ließ, brach zwar radikal mit der impressionistischen und insbesondere mit der naturalistischen Tradition, scheute sich jedoch nicht, Motive und Formen dieser Tradition in seine Dichtung aufzunehmen. Seine erotischen Gedichte, die bewußt die Öffenlichkeit schockieren sollten, erschienen in Alfred Kerrs Zeitschrift “Pan” und provozierten den erwünschten Skandal. Autor und Herausgeber kamen wegen “Verbreitung unzüchtiger Schriften” vor Gericht. So über Nacht berühmt geworden, konnte Klabund die Zahl seiner Beiträge für Zeitungen und Zeitschriften wie die “Jugend”, den “Simplicissimus”, die “Schaubühne”, “Faust”, den “Neuen Merkur”, “Lachen Links” und andere ständig steigern. Obwohl Klabund 1914 auch von der allgemeinen Kriegsbegeisterung ergriffen wurde, begann sich schon kurz darauf seine Haltung zum Krieg zu wandeln. Seine Anklage und Kritik gegenüber Krieg und Gewalt brachte er in seinen Gedichtbänden “Irene oder die Gesinnung” (1918) und “Dreiklang” (1919) zum Ausdruck. Neben seinem lyrischen Werk, das vom romantisierenden Naturgedicht bis zum Protestsong reicht, steht ein sehr umfangreiches Prosawerk. Er schrieb eine Reihe von Romanen und veröffentlichte zahlreiche Erzählungen in Buch- und Zeitschriftenform. Die letzte und sehr deutlich von seiner zweiten Frau, der Schauspielerin Carola Neher, beeinflußte Periode seines Schaffens, galt seit 1924 vornehmlich der dramatischen Dichtung. Neben vielen kleinen Bühnenstücken verfaßte er das auf einer Dichtung von Li Xingdao beruhende Spiel “Der Kreidekreis” (1924), mit dem er für mehrere Jahre zu einem der meistgespielten Bühnenautoren Deutschlands wurde. Am 14. August 1928 verstarb Klabund in einem Sanatorium in Davos. Gottfried Benn sagte in seiner Totenrede auf Klabund: “Gegen eine Welt der Nützlichkeit und des Opportunismus, gegen eine Welt der gesicherten Existenzen, der Ämter und der Würden und der festen Stellungen, trug er nichts als seinen Glauben und sein Herz.” Nähere und aktuelle Informationen zur Edition der Sämtlichen Werke Klabunds finden Sie im Internet unter: http://userpage.fu-berlin.de/~nylk/klabund

Zusätzliche Information

Größe15 × 22.5 cm (B × H)
Seiten383
Erscheinungsdatum01.01.1998
ISBN978-3-8260-1601-1   //   9783826016011
EinbandartKartoniert
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091

Autor*innen

Klabund, Klabund

Roloff, Hans G.

Sen, Ramazan