Hans R Picard, Ulrich Kinzel, Jan Bürger, Günter Damann, Günter Damann (Hrsg.)

Hans Erich Nossack

Leben, Werk, Kontext

Erscheinungsdatum: 01.01.2000, 298 Seiten ISBN: 978-3-8260-1807-7
Fachgebiet:

35,00  inkl. MwSt.

Enthält 7% red. MwSt.
Versandkostenfreie Lieferung innerhalb Deutschlands, für das Ausland gelten gewichtsabhängige Versandkosten.

Beschreibung

Hans Erich Nossack (1901-77) gehörte zu den Berühmtheiten der deutschen Nachkriegsliteratur in den fünfziger und sechziger Jahren. Heute hat sein Name für eine Kultgemeinde immer noch Signalwert. Im Bewußtsein der Allgemeinheit existiert Nossack dagegen eher als regionaler Chronist des Bombenkriegs oder als angeblicher Vertreter des Existentialismus. Eine 1998 in Hamburg abgehaltene Tagung, die erste ausschließlich diesem Autor gewidmete, suchte jenseits solcher Urteile und Vorurteile Leben und Werk neu zu vermessen. Die Beiträgerinnen und Beiträger, deren Referate erweitert und überarbeitet hier vorgelegt werden, haben ihr Bild Nossacks auf einer seit Beginn dieses Jahrzehnts erheblich verbreiterten Materialbasis entwerfen können; neben dem Nachlaß in Marbach gehören dazu die Bestände einiger Privatarchive und die 1997 zum zwanzigsten Todestag erschienenen Tagebücher. So enthält der Band Arbeiten über Nossacks Stellung im literarischen Feld der Nachkriegsjahre und Interpretationen seines Werks aus der Kenntnis unveröffentlichter Schriften und persönlicher Aufzeichnungen. Geboten werden ferner neue Zugänge aus unterschiedlichen Richtungen wie der Diskursanalyse und der Narratologie. Gerade über ihre Erzählerfiguren können Hans Erich Nossacks Romane, so scheint es, einen gewichtigen Platz in einer neu zu schreibenden deutschen Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts beanspruchen. INHALT Vorwort – Werk und Kontext – Hans Rudolf Picard: Existentielle Beschränktheit und transzendentale Entgrenzung in Erzählungen von Albert Camus, Julio Cortázar und Hans Erich Nossack – Ulrich Kinzel: Aufbruch und Entscheidung. Selbsterfahrung bei Nossack und Andersch – Jan Bürger: Jenseits der Versicherungen. Hans Erich Nossack und Ernst Kreuder – Ralf Schnell: Konfigurationen der Einsamkeit bei Hans Erich Nossack – Jan Gäthje: “Über die Sintflut hinweg…”. Vortrag zur Katastrophe bei Hans Erich Nossack – John K. Noyes: Menschlich sprechen, Unmenschliches äußern: das Menschlich-Unmenschliche in den Erzählungen Nossacks – Andrew Williams: Hans Erich Nossack und das “Mythische” – Heinz Puknus: Nossack und der Diskurs über den “Partisan” – Hans-Gerd Winter: Bürokratisches Großunternehmen oder Ausgangspunkt einer Reise zum Ursprung – Hans Erich Nossacks Auseinandersetzung mit dem Tod in Interview mit dem Tode und Nekyia – Johannes Hilgart: Hans Erich Nossacks Erzählung Nekyia (1947). Versuch einer autobiographischen Inventur – Günter Dammann: Ein Mehr an Wirklichkeit und seine Täuschungen. Über Hans Erich Nossacks unveröffentlichten Aporée-Roman von 1952/53 – Silke Lahn: “In Wirklichkeit war das alles vielleicht ganz anders, als ich es erzähle.” Zum ‚unreliable narrator’ im Werk Hans Erich Nossacks am Beispiel des Romans Spätestens im November – Susanne Bienwald: Über Hans Erich Nossacks Erzählung Unmögliche Beweisaufnahme – Manfred Durzak: Ein großer politischer Roman? Nossacks Der Fall d’Arthez – Leben und Kontext – Ruth Jenkins: Hans Erich Nossack und seine ‚Totenstadt’ – Günter Dammann: Neue Funde zur frühen Biographie Hans Erich Nossacks – Gabriele Söhling: Zwischen Aufbruch und Resignation: Hans Erich Nossack in seinen Briefen der frühen Nachkriegszeit – Joachim Szodrzynski: Hermann Kasack – Hans Erich Nossack: Anmerkungen zur schwierigen Freundschaft zweier sehr unterschiedlicher ‚innerer Emigranten’ – Marcus Czerwionka: “Sie würden darin nicht Ansätze zu einer gewissen literarischen Legendenbildung sehen?” – Anmerkungen zur Konstruktion von Nossacks Selbstbild – Hans Bänziger: Begegnungen mit Hans Erich Nossack – Register Der Herausgeber Günter Dammann ist Professor für Neuere deutsche Literatur am Institut für Germanistik II der Universität Hamburg. Arbeitsschwerpunkte: Geschichte des Romans im 17. und 18. Jahrhundert, Märchen und Erzählforschung, Edition des Gedichtnachlasses von Georg Heym.

Autor*innen

Bürger, Jan

Damann, Günter

Kinzel, Ulrich

Picard, Hans R

Zusätzliche Information

Gewicht0,6 kg
Größe15.5 × 23.5 cm (B × H)
Seiten298
Erscheinungsdatum01.01.2000
ISBN978-3-8260-1807-7   //   9783826018077
ISBN 13978-3-82-601807-7
ISBN 10978-3-82601-807-7
EinbandartKartoniert
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091