Klaus M Kodalle, Martin Ohst, Peter Landau, Jürgen Stolzenberg, Klaus M Kodalle, Klaus M Kodalle (Hrsg.), Martin Ohst (Hrsg.)

Fichtes Entlassung

Der Atheismusstreit vor 200 Jahren

Erscheinungsdatum: 01.01.1999, 226 Seiten ISBN: 978-3-8260-1849-7
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Beschreibung

Skandal in der Gelehrtenrepublik: Fichte entlassen! Vom Jenaer Atheismusstreit – eine der ganz großen philosophisch-theologischen Debatten der Neuzeit – blieb kein Zeitgenosse unberührt, dem damals an Geistesfreiheit (und also an Redefreiheit) gelegen war. Entsprechend vielfältig war die Resonanz in ganz Deutschland. Ausgelöst durch Fichtes schroffe Thesen verdichteten sich noch einmal die alten Fragen nach dem Absoluten, nach der Möglichkeit philosophisch korrekter Rede von Gott und überhaupt nach wahrheitsfähiger Metaphysik zu einem explosiven Gemisch. Nicht zuletzt ging es auch um einen spektakulären Schritt zur Durchsetzung akademischer Lehrfreiheit – und das war rechtspolitisches Neuland! Die Beiträge des Bandes durchleuchten historisch die facettenreiche Debatte; sie gehen in systematischer Absicht freilich auch über den historischen Rahmen hinaus. INHALT Martin Ohst: Vorspann: Fichtes Entlassung – Peter Landau: Der rechtsgeschichtliche Kontext des Atheismusstreits – Martin Ohst: Der Theologie- und kirchengeschichtliche Hintergrund – Jürgen Stolzenberg: Religionsphilosophie im Kontext der Sittenlehre – Folkart Wittekind: Die “Retorsion des Atheismus”. Der Atheismusstreit im Kontext von Fichtes früher Religionstheorie – Claus Dierksmeier: Kant – Forberg – Fichte – Ulrich Barth: Pantheismusstreit, Atheismusstreit und Fichtes Konsequenzen – Jörg Dierken: Der Atheismusstreit vor dem Hintergrund von Fichtes späterer Religionsphilosophie – Walter Jaeschke: Der Messias der spekulativen Vernunft – Christian Danz: Atheismus und spekulative Theologie. Fichte und Schelling – Christian Seysen: Die Rezeption des Atheismusstreits bei F. Schleiermacher – Klaus Vieweg: Glauben und Wissen. Zu Hegels indirekter Reaktion auf den Atheismusstreit – Klaus-M. Kodalle: Exklusive Vernunft? Eine Kritik an Fichte Die Herausgeber Klaus-M. Kodalle ist Prof. für Prakt. Philosophie an der Universität Jena. Zahlreiche Buchveröffentlichungen. Von ihm erschien bei K&N bereits: “Strafe muß sein! Muß Strafe sein? Philosophen – Juristen – Pädagogen im Gespräch” (1998); als Hrsg. “Zeit-Verschwendung” (1999). Martin Ohst ist seit 1998 am Lehrstuhl für historische und systematische Theologie an der Universität Wuppertal.

Autor*innen

Kodalle, Klaus M

Landau, Peter

Ohst, Martin

Stolzenberg, Jürgen