Hans Ebeling

Die Maske des Cartesius

Erscheinungsdatum: 01.04.2002, 50 Seiten ISBN: 978-3-8260-2029-2
Fachgebiet:
Autor*innen:Hans Ebeling

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Beschreibung

Nicht Descartes, die Maske zählt. Descartes hat sie freilich für die weitere Neuzeit endgültig etabliert. Die Vernunft verhüllt sich selbst und kommt dabei zu kurz, der Mensch ohnehin. Alles Vernünftige geht nur verlarvt hervor und maskiert geht es unter. Die Larve führt zu Gesichtsverlust, die Maske aber schützt. Sie bildet selbst ein Gesicht. Beinahe alles Cartesische hat sich verloren, nicht aber die Maske des Cartesius. Sie ist der Autograph der Moderne selbst. Cartesianische Meditationen durchlaufen einen Stilwandel. Über ,Vernunft’ läßt sich mit Descartes hinter vorgehaltener Hand erfolgreich verhandeln. Ihre Absichten dürfen nicht geradlinig durchscheinen, ihre Ziele nur hinter Masken verfolgt werden. Der sich mit dem Kokon des Glaubens schützt gegen die Machenschaften der Theologie, erliegt dabei selbst der Machenschaft der Technik. Nicht in der Heraufkunft der Anthropologien, wie Heidegger wollte, feiert Descartes seinen höchsten Triumph, sondern in der Abschaffung des Menschen, seinem genetischen Umbau, dem letzten Maskenball des ,Rationalismus’. War das Gesicht selbst die erste und letzte Maske der Selbsterhaltung der Vernunft, beginnt nun das Zeitalter einer neuen Unschuld: Herstellung derer, die ein Gesicht nicht mehr brauchen. 1. TEIL: DIE MASKEN DER BEFREITEN § 1. Schutz vorm ,bösen Blick’ § 2. Inszenierung ohne Ich § 3. Anzüge der Fleischeslust 2. TEIL: DAS GESICHT DER UNTERDRÜCKTEN § 4. Verbrennung § 5. Gasmaske § 6. Totenmaske 3. TEIL: DIE MASKE DES CARTESIUS § 7. Der Maskenbildner der Physik (Descartes) § 8. Der Schleiermacher der Natur (Kant) § 9. Der Stellmacher des Nichts 4, TEIL: DIE ZUKUNFT DES GESICHTS § 10. Das Gespinst der Zeit § 11. Der Mensch ohne Gesicht § 12. Augenblicke Der Autor Hans Ebeling lehrte Philosophie in Freiburg i.Br., Heidelberg, Berlin (FU) und Frankfurt a. M. Zeitlebens hat er es dabei vermieden, sich mit den “Universitätsphilosophen” identifizieren zu lassen. Bei K&N sind von ihm bereits erschienen: Heidegger. Geschichte einer Täuschung. 1990, 21991 – Neue Subjektivität. Die Selbstbehauptung der Vernunft. 1990 – Gut und Böse. Überquerung des Nihilismus jenseits von Nietzsche. 1995. – Das andere Gesetz. Letzte Philosophie und die Lehre vom Einen. 1996 – Vom Ursprung der Philosophie. Der Tod, das Nichts und das Eine. 1997 – Vom Einen des Friedens. Über Krieg und Gerechtigkeit. 1997 – Wozu Philosophie? Über das Eine jenseits des Seins. 1998 – Gewalt und Gewissen. Das verborgene Eine. 1999 – Wege ins Eine. 2000 – Die Zeit des Einen. 2001

Autor*innen

Ebeling, Hans

Zusätzliche Information

Gewicht0,105 kg
Größe15 × 23 cm (B × H)
Seiten50
Erscheinungsdatum01.04.2002
ISBN978-3-8260-2029-2   //   9783826020292
ISBN 13978-3-82-602029-2
ISBN 10978-3-82602-029-2
EinbandartKartoniert
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091