Beschreibung
Die vorliegende Arbeit legt mittels eines systematisch-hermeneutischen Ansatzes die fundamentale Struktur frei, auf deren Grundlage Peirces Transformation der Transzendentalphilosophie Kants zu verstehen ist. Auf der Grundlage dieser Struktur stellt sich heraus, daß Peirces Transformation der Transzendentalphilosophie Kants letztlich in nichts anderem als darin besteht, Kants Projekt der nicht-dogmatischen Begründung eines Systems aller Prinzipien der “Erkenntnis a priori” konsequenter zu realisieren als Kant selbst dies getan hat. Als Resultat dieser anknüpfend an Kants architektonische Metaphorik als ‚Dekonstruktion’ charakterisierten Transformation ergibt sich eine philosophische Position, die auf vielfältige Weise mit der kontinentalen Phänomenologie interferiert und dabei nicht ohne Grund als eine “constructive postmodern philosophy” gelten kann. Der Autor Thomas Hünefeldt hat Philosophie, Psychologie und Religionswissenschaften an der Universität Tübingen, an der “University of Washington” in Seattle, an der Universität Rom “La Sapienza” sowie an der “École Normal Supérieure” in Paris studiert. Ende 2000 hat er mit der vorliegenden Arbeit am Philosophischen Seminar der Universität Tübingen promoviert.