Norbert Rath

Negative: Glück und seine Gegenbilder bei Adorno

Erscheinungsdatum: 15.11.2007, 220 Seiten ISBN: 978-3-8260-3725-2
Fachgebiet:
Autor*innen:Norbert Rath

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Beschreibung

Im Zentrum der Philosophie Theodor W. Adornos steht eine Kritische Theorie des Glücks. Aber eine positive Bestimmung dessen, was Glück sei, ist von Adorno nicht zu erwarten. Glück kann in seiner Sicht kein unmittelbarer Gegenstand der Theorie sein. Konkretisierbar wird es allenfalls durch seine Gegenbilder. Daher gruppieren sich um das offen gelassene Zentrum eine Reihe von ‘negativen‘ Disziplinen: kritische Geschichts- und Gesellschaftstheorie, Ästhetik und Kulturtheorie, Anthropologie und Metaphysik. Daß die „vollendete Negativität, einmal ganz ins Auge gefaßt, zur Spiegelschrift ihres Gegenteils zusammenschießt“ (Minima Moralia), ist die verborgene Hoffnung in Adornos ‘negativer‘ Reflexion. Der Philosoph des ‘Bilderverbots‘, verwendet (wie Benjamin und wie Nietzsche, von dem Adorno trotz dessen Wirkungsgeschichte fasziniert bleibt) an zentralen Stellen seines Werkes uneindeutige Metaphern. Die ästhetischen Aspekte seiner Philosophie haben die Irritation und Kritik von Jürgen Habermas hervorgerufen. Alexander Kluge dagegen überschreitet – inspiriert von Adorno – in seinen Montagen bewußt die Gattungsgrenze zwischen Philosophie und Literatur.

Zusätzliche Information

Größe15.5 × 23.5 cm (B × H)
Seiten220
Erscheinungsdatum15.11.2007
ISBN978-3-8260-3725-2   //   9783826037252
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091

Autor*innen

Rath, Norbert

Dr. Norbert Rath, bis 2014 Professor für Sozialphilosophie an der Fachhochschule Münster. Letzte Buchpublikationen: Glück – aber worin liegt es? (zus. mit Ph. Mayring, 2013), Biografisches Verstehen bei Freud (2016).