Beschreibung
Der hier in zweiter Auflage vorliegende Band zu Walter Benjamins „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“ untersucht den Zusammenhang von Erinnerungspoetik, Sprachphilosophie und Identitätskonzeption in Walter Benjamins autobiographischem Text. Die Erinnerungsbilder der „Berliner Kindheit um neunzehnhundert“ werden durch die Verbindung der antiken Mnemotechnik mit psychoanalytischen Gedächtnismodellen als topographisch strukturierte Schrifträume lesbar. Deren Oszillieren zwischen Materialität und Semantik erlaubt die Anbindung an Benjamins sprachphilosophische Überlegungen zur „entstellten Ähnlichkeit“ sowie die Verbindung mit einem erinnerungspoetischen Entwurf des Selbst, der die Logik eines rein repräsentativen Zeichenbegriffs durchbricht. Die „vor Ähnlichkeit entstellte Gedächtnisschrift“ läßt ein sprachliches Ich entstehen, das sich über die fl üchtige zeitliche und räumliche Anverwandlung an das Fremde konstituiert und auf diese Weise die identifi zierende Logik stabiler Identitätsbildung unterläuft. Der Band wurde für die zweite Aufl age durch Literatur ergänzt und vor allem was die Bezüge zwischen Mnemotechnik und psychoanalytischer Erinnerungstheorie im Rahmen von Benjamins Erinnerungspoetik betrifft, entscheidend erweitert.


![Formes fondamentales et connaissance de la présence humaine – Traduction, introduction et notes par Philippe Veysset – Philippe Veysset (Hrsg.) – ISBN 9783826096013 / 978-3-8260-9601-3 / 978-3-8260-9601-3 [Digital]](http://verlag.koenigshausen-neumann.de/wp-content/uploads/978-3-8260-9600-6-200x300.jpg)

![Das Europäische Archiv der Stimmen – Oral History im interdisziplinären Diskurs – Max Stange, Simon Unger-Alvi, Kay Wolfinger (Hrsg.) – ISBN 9783826089466 / 978-3-8260-8946-6 / 978-3-8260-8946-6 [Digital]](http://verlag.koenigshausen-neumann.de/wp-content/uploads/978-3-8260-8945-9-197x300.jpg)

