Maximilian Kusch

Tageswahrheit

Heinrich Heines Bruch mit der dualistischen Denktradition der moderne

Erscheinungsdatum: 22.02.2008, 292 Seiten ISBN: 978-3-8260-3827-3
Fachgebiet:
Reihe: Epistemata - Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft
Autor*innen:Maximilian Kusch

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Beschreibung

Sensualismus-Spiritualismus, Hellenen-Nazarener, Geist-Materie etc. Heinrich Heines Werk wird nach wie vor auf ein dominantes Denkmuster zurückgeführt: auf ein Denken in Gegensätzen. Maximilian Kusch stellt diese Annahme erstmals grundsätzlich in Frage. Anstatt das Gesamtwerk weiterhin auf Entzweiungs- und/oder Versöhnungsoptionen festzulegen, zeigt er, dass sich Heine bereits ab den 1830er Jahren zunehmend kritisch mit der dualistischen Denktradition und ihren im Wortsinne nicht mehr Zeit-adäquaten Ordnungsversprechen auseinandersetzt Denn spätestens seit dem 18. Jahrhundert hängt die Geschichte dualistischer Denkmodelle mit der Ausbildung eines linearen Zeit-Bewusstseins zusammen, das Kontinuitätserwartungen absichern soll, aber durch die raumzeitlichen Wahrnehmungsveränderungen um 1830 (Technik, Großstadt, Medien) grundsätzlich problematisch wird. Heines Ablösungsprozess von der dualistischen Denktradition führt bis ins Spätwerk hinein zu einer Ästhetik der Vorläufi gkeit, die um die Erfahrbarkeit des flüchtigen Augenblicks und der fragilen Tageswahrheit kreist. Diese Ästhetik bricht zugleich mit der binären Codierungstradition jener Moderne, die sich über das Zeit-Bewusstsein der Modernität und das Sinnversprechen der Zukunft definiert.

Zusätzliche Information

Größe15.5 × 23.5 cm (B × H)
Seiten292
Erscheinungsdatum22.02.2008
ISBN978-3-8260-3827-3   //   9783826038273
SpracheDeutsch
ReiheEpistemata - Würzburger wissenschaftliche Schriften. Reihe Literaturwissenschaft
Reihe Nr.633
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091

Autor*innen

Kusch, Maximilian