Beschreibung
Wissenschaft gilt als objektive Erkenntnis. Das mag stimmen, aber dieses Bild geht vom einzelnen Faktum aus, welches isoliert in der Wissenschaft nicht vorkommt. Dieses Buch schaut in 12 – separat lesbaren –Studien genauer hin auf das Phänomen Wissenschaft – und arbeitet heraus, wie der menschliche Verstand in wissenschaftliche Erklärungsgebäude hineinkriechen muss, um zu objektivem Wissen zu kommen; wie er sich quetschen muss oder überdehnen und wie er bestimmte Erklärungsformate und deren Relevanzkriterien akzeptieren muss, gleichwohl sie ihn ursprünglich gar nicht interessieren. Wenn der Mensch sich bei der Auseinandersetzung mit wissenschaftlichem Wissen so sehr verformen muss, ist objektive Erkenntnis offenbar nichts für NichtwissenschaftlerInnen. Der Autor Helmut Hofbauer studierte Philosophie und Spanisch an der Universität Wien. Nach seiner Dissertation über das Problem der Gesellschaft aus der Sicht des Individuums (Bezugspunkt Gesellschaft), war er sechs Jahre an der Universität Breslau/Polen als Lektor der Österreich-Kooperation tätig und beschäftigte sich mit Interkultureller Kommunikation. Gegenwärtig ist er Philosophical Consultant und wirtschaftlicher Administrator des Christian Doppler Labors für Herz- und Thoraxerkrankungen am Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH).

