Beschreibung
Mit ‚Identität‘ und ‚Geschlecht‘ sind zwei Begriffe angesprochen, die als instabil gekennzeichnet werden können. Ihre vermeintliche Eindeutigkeit muss durch soziale Interaktionen und kulturelle Praktiken immer wieder hergestellt werden. Der Begriff ‚Zwischenbestimmungen‘ umreißt diese Dynamik. Er verweist programmatisch sowohl auf die Unabgeschlossenheit von wissenschaftlichen Bestimmungen, der Positionierung von Geschlechtszuweisungen und -konstruktionen, als auch von Identitätsbildungen. Die in diesem Band versammelten Aufsätze wollen ein Verständnis von Identität und Geschlecht als Aushandlungsprozesse in den Blick rücken. Dabei erzählen die erfolgreichen oder gescheiterten Versuche der Dehnung oder Überschreitung von Grenzen der Geschlechter- und Identitätsregime auch etwas über deren Beschaffenheit. Wie dies im Einzelnen geschieht, wie sie historisch und individuell unterschiedlich und in welchen Möglichkeitsräumen gelebt und gestaltet werden, lässt sich am eindrücklichsten an konkreten Beispielen aufzeigen. Dafür können – dies mag ein Fazit dieses Aufsatzbandes sein – die verschiedenen Disziplinen jeweils je nach Beobachtungsgegenstand ihre speziellen Kompetenzen einsetzen. Die Herausgeberinnen Marita Günther-Saeed M.A. studierte Ur- und Frühgeschichte, Religionswissenschaft, Ethnologie in Berlin, Tübingen, Wellington, NZ. Dr. Esther Hornung M.A. studierte kath. Theologie und Geschichte.


![Theater und Freimaurerei im deutschen Sprachraum im 18. und frühen 19. Jahrhundert<br>Théâtre et Franc-maçonnerie dans l’espace germanophone au XVIIIe et au début du XIXe siècle – Raymond Heitz, Anne Feler, Stefan Hulfeld, Matthias Mansky (Hrsg./Éds.) – ISBN 9783826083129 / 978-3-8260-8312-9 / 978-3-8260-8312-9 [Digital]](http://verlag.koenigshausen-neumann.de/wp-content/uploads/9783826077890-200x300.jpg)

