Andreas Brüschweiler

Sokrates über Politik und Ironie

Erscheinungsdatum: 01.02.2017, 644 Seiten ISBN: 978-3-8260-6215-5
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Beschreibung

In der zeitgenössischen Politik gilt der Leitsatz „Ironie wird nicht verstanden“. Dementsprechend werden Politiker von ihren Beratern davor gewarnt, in ihren Reden sowie in politischen Diskussionen auf das Stilmittel der Ironie zurückzugreifen, um die Gefahr von Missverständnissen beim Publikum zu vermeiden. Der Leitsatz, dass Ironie nicht verstanden wird, gilt indes nicht nur für die zeitgenössische Politik, sondern auch für die Philosophiegeschichte, denn obwohl Sokrates für seine sprichwörtlich gewordene Ironie bekannt ist, wird von der herrschenden Lehre bis heute bei der Interpretation des Dialoges Politeia den ironischen Elementen überhaupt nicht Rechnung getragen. Dementsprechend wird die Politeia den Schülern und Studenten als angeblichen „Idealstaat Platons“ präsentiert, in welchem insbesondere rücksichtslos eugenische Massnahmen nach spartanischem Vorbild praktiziert und die Staatsbürger von den politischen Führern bewusst belogen und getäuscht werden sollen. Ziel des vorliegenden Werkes ist, durch den Einbezug des Kontextes des Dialoges Politeia und seiner historischen Hintergründe im Detail – d.h. unter Einbindung des gesamten Dialogtextes – aufzuzeigen, dass dieses Gespräch in einem ganz anderen Licht erscheint, wenn man bei seiner Interpretation die sprichwörtlich gewordene sokratische Ironie weder ausser acht lässt noch missversteht.
Der Autor Andreas Brüschweiler studierte Rechtswissenschaft und arbeitete von 1999 bis 2004 als wissenschaftlicher Assistent an der Forschungsstelle für Rechtsgeschichte der Universität Zürich. 2003 promovierte er über „Gerechtigkeit durch Ironisierung – die Kritik von Sokrates an der geschlossenen spartanischen Gesellschaft: Eine rechtsphilosophiegeschichtliche Analyse von Karl Raimund Poppers Kritik an Platon“.

Autor*innen

Brüschweiler, Andreas

Andreas Brüschweiler studierte Rechtswissenschaft und war von 1999 bis 2004 wissenschaftlicher Assistent an der Forschungs­stelle für Rechtsgeschichte der Universität Zürich. 2003 promovierte er über Ge­rechtigkeit durch Ironisierung – die Kritik von Sokrates an der geschlossenen spartanischen Gesellschaft: Eine rechtsphilosophiegeschichtliche Analyse von Karl Raimund Poppers Kritik an Platon. 2010 folgte der erste Teil der Sokrates- Biographie mit dem Titel Sokrates’ Jugend und seine ersten philosophischen Gespräche. 2011–2017 die Teile zwei bis sieben.

Zusätzliche Information

Größe15.5 × 23.5 cm (B × H)
Seiten644
Erscheinungsdatum01.02.2017
ISBN978-3-8260-6215-5   //   9783826062155
ISBN 13978-3-82-606215-5
ISBN 10978-3-82606-215-5
EinbandartKartoniert
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091