Beschreibung
„Bamberger lenkt nicht ab, zündet keine rhetorischen Nebelkerzen, drückt sich nicht vor theoretischen Problemen und weiß genau, auf was sie den Blick richten will.“ — Pia Selmayr, Arbitrium
Prosaromane sind durch eine gemeinsame Zielform, nicht aber eine explizite Regelpoetik gekennzeichnet. Dennoch bemühen sie sich um Legitimierung im Kanon etablierter Gattungen durch Verfahren, die sich aus intermedialen und -textuellen Phänomenen (‚Poetik im Vollzug‘) sowie der Auseinandersetzung mit Literatur als Kunst ergeben. Der Roman wird zum Ort poetologischer Potenziale und gibt Aufschluss über Produktions- und Rezeptionsbedingungen von Literatur in einer Epoche, die durch eine Medienrevolution (Buchdruck) geprägt ist und die Gattung in sozialgeschichtlicher Dimension neu denken muss.
Die Autorin:
Gudrun Bamberger hat Germanistik, Anglistik, Finnourgistik, Nordistik und Slavistik an der LMU München studiert. 2017 erfolgte die Promotion an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Derzeit ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin des Deutschen Seminars in Tübingen.


