Aneta Jachimowicz

Der historische Roman der Ersten Republik Österreich in ideologiekritischer Sicht

Erscheinungsdatum: 01.03.2018, 456 Seiten ISBN: 978-3-8260-6457-9
Fachgebiet:
Autor*innen:Aneta Jachimowicz

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Beschreibung

Die Mode zum historischen Roman ist in der Ersten Republik Österreich, wie im ganzen deutschsprachigen Raum, zu einem gewaltigen Phänomen herangewachsen. Die Breite der Rezeption dieses Genres in Österreich illustriert, dass es in dieser Zeit ein wichtiges gesellschaftliches Medium allgemeiner weltanschaulicher und politischer Fragen sowie Orientierungen war. Die historischen Romane erscheinen also nicht als Weigerung, sich der Gegenwart zu stellen, sondern sie fungieren als eine sehr komplexe Antwort auf eben diese Gegenwart, die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche sowie die aktuellen Veränderungen im Alltag. Die Arbeit zeigt, wie sich die historischen Romane der Ersten Republik Österreich hinter dem Schleier der historischen Illusion zu den zeitgenössischen Ereignissen positionierten, wie sie miteinander korrespondierten, so dass sie – wie die politische Literatur der Zwischenkriegszeit, die ein Instrument der gesellschaftlichen Erkenntnis war – als ein wirksames politisches und ideologisches Werkzeug eingesetzt werden konnten. Die historischen Romane der Ersten Republik können also gleichzeitig als Zeitromane aufgefasst werden, denn – obwohl sich ihre Handlung in früheren Jahrhunderten abspielt – funktioniert das Geschichtliche als ein Kostüm, in das das Aktuelle und Zeitgenössische eingekleidet sind.
Die Autorin:
Aneta Jachimowicz hat an der Universität Warschau promoviert. Sie arbeitet als Germanistin und Literaturwissenschaftlerin an der Warmia und Mazury- Universität in Olsztyn (Polen). Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt auf der österreichischen Literatur.

Autor*innen

Jachimowicz, Aneta

Dr. Aneta Jachimowicz, Germanistin und Literaturwissenschaftlerin an der Universität Olsztyn (Polen). Promotion mit einem Thema über Robert Menasse. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der österreichischen Literatur seit der Jahrhundertwende (vor allem in der Zwischenkriegszeit) und in der Literatur der Postmoderne. Wichtigste Publikationen: Das schwierige Ganze. Postmoderne und die „Trilogie der Entgeisterung“ von Robert Menasse. Frankfurt a.M. u.a. 2007; A.J., Alina Kuzborska und Dirk H. Steinhoff (Hrsg.): Imaginationen des Endes (= Warschauer Studien zur Kultur-und Literaturwissenschaft 6. Hrsg. von Karol Sauerland). Frankfurt a.M. u.a. 2015; A.J., Tomasz Z?urawlew (Hrsg.): Geisteskultur – zwischen Ästhetik und Poetik. Königshausen & Neumann, Würzburg 2016. Tomasz Z?urawlew – Germanist, Linguist und Kulturanimateur am Lehrstuhl für Germanistik an der Warmia und Mazury Universität in Olsztyn. 2008 Promotion an der Universität Gda´nsk mit der Dissertation Zur Poetik der Ironie im Schaffen von Wislawa Szymborska: Original und Übersetzung von Karl Dedecius. Zu seinen aktuellen Forschungsgebieten gehören Literaturübersetzung, Sprachaxiologie, Theolinguistik und lexikalische Semantik.

Zusätzliche Information

Gewicht0,85 kg
Größe15.5 × 23.5 cm (B × H)
Seiten456
Erscheinungsdatum01.03.2018
ISBN978-3-8260-6457-9   //   9783826064579
ISBN 13978-3-82-606457-9
ISBN 10978-3-82606-457-9
EinbandartKartoniert
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091