Beschreibung
Eine Literaturgeschichte „jenseits der Ästhetik“ begreift Texte und Autoren nicht länger als Vertreter (national-) literarischer Schulen, unterschiedlicher Epochen und entsprechender Kunstprodukte in ihrem Bezug zum Publikum und zum jeweiligen Erwartungshorizont, sondern als Analytiker und Entdecker ungesehener Wirklichkeiten, als engagierte Verfechter neuer und anderer Sensibilitäten und Subjektivitäten, als prophetische Stimmen historischpolitisch unbequemer Wahrheiten.
Eine Literaturwissenschaft „jenseits der Ästhetik“ definiert sich als Kartographie von textuellen Konflikten und der in sie involvierten Parteien, als Beschreibung der unterschiedlichen dogmatisch fundierten Bezüge, die Subjekte zu Texten unterhalten, als Analyse der hermeneutischen Prozeduren, mit denen Texte klassifiziert, hierarchisiert, kanonisiert, gedeutet und Text-Welt-Verhältnisse begründet werden.
Ars militans.
Autor*innen
Frühm, Christian
Dr. Christian Frühm ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für
Deutsche Philologie der LMU München. Sein Arbeiten verortet sich
zwischen Literaturwissenschaft und Philosophie und bildet Schwerpunkte
in Zeichentheorie, medialen Topologien und der Erforschung
formaler Modelle.
Huber, Georg
Georg Huber war wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Deutsche Literatur an der LMU München und ist nun Lehrer.
Müller, Helen
Helen Müller ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für Buchwissenschaft an der LMU München.
Päthe, Thorben
Thorben Päthe war Oberassistent am Deutschen Seminar der Universität Zürich und ist nun Lehrer.
Schkade, Simon
Simon Schkade ist wissenschaftlicher Mitarbeiter für Neuere Deutsche Literatur an der LMU München.
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