Beschreibung
Kann das Negative als eigenständige Realität verstanden werden? Im Jahr 1763 definiert Kant den Begriff der negativen Größen als etwas »an sich selbst wahrhaftig Positives« und bricht mit der überlieferten Auffassung, das Negative sei lediglich ein Mangel an Realität. Stattdessen erkennt Kant negative Phänomene wie Unlust oder das Böse als eigenständige Realitäten mit positiven Gründen an. In den frühen 1790er Jahren unterzieht er diese Sichtweise im Rahmen seiner transzendentalen Philosophie einer erneuten Bewertung. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die transzendentalen Gründe negativer Realitäten zu beleuchten.
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