Clemens Klünemann

Verstörende Vielfalt

Jacques-Louis David und die Inszenierung des Politischen – eine Kulturgeschichte der Französischen Revolution im Spiegel seiner Malerei

ca. 150 Seiten ISBN: 978-3-8260-9727-0
Fachgebiete: ,
Autor*innen:Clemens Klünemann

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Beschreibung

Jacques-Louis David gilt als Vater der modernen Malerei in Frankreich, ja als revolutionärer Erneuerer der Künste im Land der Großen Revolution. Mit solchen und ähnlichen hymnischen Bezeichnungen pries ihn unlängst eine große Ausstellung, die zu seinen Ehren und anlässlich seines 200. Todestages Ende Dezember 2025 im Louvre stattfand. In der Tat verdichten sich im vielschichtigen Werk Davids viele ästhetische und politische Strömungen, welche die Zeit zwischen dem Spätabsolutismus des 18. Jahrhunderts und dem Sturz Napoleon Bonapartes nach dessen Niederlage bei Waterloo prägten. In Jacques-Louis Davids Malerei spiegelt sich diese Vielschichtigkeit und manche Widersprüchlichkeit einer Zeit von gut drei Jahrzehnten, welche fünf verschiedene politische Regime hervorbrachte – David diente jedem dieser Regime und bediente deren jeweiliges Repräsentationsbedürfnis, um dem Volk zu suggerieren, dass sich in dieser Politik gerade dieses Regimes – und nur in ihm – das Genie der Freiheit verkörpere.
Davids Malerei ist indes mehr als nur Spiegel dieser Zeit – denn ein Bild wie ›Der Tod des Marat‹, das manchen als jakobinische Pietà gilt, aber auch ›Der Horatierschwur‹ oder ›Napoleon am Großen St. Bernard‹ prägen bis heute die Wahrnehmung dieser Epoche. Die scheinbar makellose Ästhetik der Bilder Jacques-Louis Davids nimmt die virtuellen Scheinwelten vorweg, in die sich Betrachter:innen seiner Bilder bis heute gerne flüchten, wenn die Vielschichtigkeit und Vieldeutigkeit der Welt sie verstört.

Zusätzliche Information

Größe15.5 × 23.5 cm (B × H)
Seitenca. 150
ISBN978-3-8260-9727-0   //   9783826097270
EinbandartBroschiert / Geheftet
SpracheDeutsch
VerlagKönigshausen & Neumann
Verlags-Code05/5108091

Autor*innen

Klünemann, Clemens

Clemens Klünemann, 1962 in Soest geboren, studierte Romanistik, Geschichte, Gräzistik, Germanistik und Theologie in Münster, Louvain-La-Neuve und Toulouse. Nach einer mehrjährigen Lehrtätigkeit an der Université de Saint-Étienne ist er Lehrer und Honorarprofessor am Institut für Kulturmanagement der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg.

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