Beschreibung
Die Frage nach dem Warum des Leides ist seit jeher eine Menschheitsfrage. Leibniz’ Théodicée gilt vielen bis heute als unhintergehbare Messlatte für die Reflexion über Übel im Zusammenhang mit einem guten Welt-Schöpfer. In seinem War Requiem vertont Benjamin Britten lateinische Messtexte zusammen mit englischen Gedichten von Wilfred Owen. Menschliches Versagen ist hier Ursache kolossalen Leides. Immer wieder sind es die Kinder, die aus der Ferne einen ungetrübten Blick auf das Geschehen werfen – und von den Erwachsenen überhört werden. Das War Requiem ist auch ein Oratorium über das Schicksal der Seelen, die sich in ungeahnter Weise wiederbegegnen werden. Was wäre, wenn der geschützte Raum der Kinder auf die Erwachsenen überginge? Das vorliegende Buch interpretiert Inhalt und Musik des War Requiems in argumentativer wie emotionaler Hinsicht, beleuchtet es im Vergleich mit Texten von Sophie Scholl, Thomas Mann, Augustinus, John Milton, C. S. Lewis, Homer und der Bibel. Die Grundthese ist dabei: Die Folgen von Leibniz’ Théodicée sind tatsächlich »nicht notwendigerweise herzerwärmend« (V. Hösle); jedoch gibt es Alternativen: im War Requiem und in der christlich-platonischen Philosophie.
![Blindproben – Rolf Gröschner, Wolfgang Mölkner – ISBN 9783826098406 / 978-3-8260-9840-6 / 978-3-8260-9840-6 [Digital]](http://verlag.koenigshausen-neumann.de/wp-content/uploads/978-3-8260-9839-0-200x300.jpg)

