Beschreibung
Während der Begriff ›Trauma‹ in der Philosophie Hochkonjunktur hat und sich eine ›Philosophie des Traumas‹ zunehmend als akademische Disziplin etabliert, bleibt das Phänomen des ›Menschheitstraumas‹ wissenschaftlich bisher fast unberührt. Dieses Buch schließt diese Lücke und vertritt die These, dass Menschheitstraumata real existieren, es jedoch erst die Gegenwart rechtfertigt, ihre Existenz auch explizit zu postulieren. Um zu definieren, was ein solches Trauma ausmacht, wie es strukturiert ist und wie wir ihm begegnen können, grenzt diese Arbeit das Menschheitstrauma zunächst systematisch von individuellen und kollektiven Traumatisierungen ab. Der Schwerpunkt liegt jedoch auf einer profunden Exegese bestehender philosophischer Trauma-Reflexionen mit dem Ziel, die hochkomplexe Struktur des Menschheitstraumas formal und theoretisch greifbar zu machen.


