Beschreibung
Lesen braucht Zeit. Wörter und Sätze ziehen in langer Folge dahin und verschwinden. An ihre Stelle treten die verschiedensten Eindrücke von Figuren oder Ereignissen, lebendige Vorstellungen und diffuse Erinnerungen. Doch wo ist der gelesene Text? Zwischen der faktischen Abwesenheit des Textes in seiner Wörtlichkeit und unserer festen Überzeugung, wir kennten ihn jetzt und ‚hätten‘ ihn, klafft ein Abgrund: das Lektüreparadox. Es lässt sich gutan einem so normalen, durchschnittlichen Autor wie Charles Lever studieren, bedarf aber darüber hinaus gründlicher literaturtheoretischer Reflexion. Dabei geht es um Fragen wie: Was ist eigentlich Lesen? Wie stehen Sinn undZeit zueinander? Bieten vielleicht Begriffe wie ‚Bild‘ oder ‚Raum‘ eine Alternative zu ‚Zeit‘?

