Beschreibung
Was ist Geld? Die Wirtschaftswissenschaft beschreibt es gewöhnlich als Tauschmittel, Recheneinheit oder Wertaufbewahrungsmittel. Dieses Buch entwickelt demgegenüber die These, dass Geld eine soziale Denkform ist, die weit über die Ökonomie hinausreicht und Wahrnehmung, Sprache, Wissenschaft, Religion sowie das Weltverhältnis des Menschen in der (Post-)Moderne prägt. Ausgehend von einer Theorie der Geldbeglaubigung wird die gesellschaftliche Wirklichkeit als Welt der Geldbilder gedeutet. Dabei verbindet die Arbeit ökonomische, philosophische, kultur- und literaturwissenschaftliche Perspektiven zu einer interdisziplinären Analyse der Geldform. Sie zeigt, wie sich moderne Rationalität an der Geldform ausbildet und in unterschiedlichsten gesellschaftlichen Bereichen niederschlägt, und fragt nach Möglichkeiten, ihre Totalität zu begrenzen. So eröffnet das Buch einen neuen Zugang zum Verständnis von Geld als grundlegender Form gesellschaftlicher Wirklichkeitskonstitution.

