Beschreibung
Was, wenn nicht der Fortschritt scheitert – sondern unsere Idee von ihm? Die notwendige Kunst des kollektiven Abstiegs zeigt, warum Gesellschaften nicht am Mangel zerbrechen – vielmehr am Unvermögen, weniger zu können: weniger Verbrauch, weniger Status, weniger Beschleunigung. Oliver Hoffmann hinterfragt den ewig neuen Mythos vom Wachstum und beschreibt individuelle Wege seiner Überwindung. Im Zentrum steht die Frage: Wie gestaltet man Rückbau, Verzicht und Verkleinerung, ohne in Zynismus oder Moralismus zu kippen? Und warum ist dieser unausweichlich auf vielen Ebenen?
Das Buch verbindet Ökonomie, Kulturkritik und eine präzise Psychologie des Verlusts: Identität, Anerkennung und Gewohnheit als unsichtbare Treiber der Eskalation. Zugleich liefert es Perspektiven für gestaltbaren Abstieg – von Suffizienz bis Minimalismus. Wer Abstieg als Katastrophe liest, verpasst seine eigentliche Chance: eine neue Freiheit durch Maß, Sinn und robuste Resilienz.



