„Die meiste palästinensische Dichtung wird mit einer sehr leisen Stimme geschrieben. Sie fragt nicht: was schreibe ich, sondern: wie bleibe ich.““
Die palästinensische Dichterin Nida Younis stellt mit ihrer Lyrik nicht einfach die Welt dar, sie bringt zu Papier, wie sie die Welt durch sich fühlt, durch ihre Brille, durch ihre Augen, sieht.
In den Fokus ihres neuen Gedichtbandes Two Bodies | Zwei Körper stellt sie zwei Körper im Zustand der Unterdrückung; den palästinensischen Körper, unterdrückt von Gewalt und Krieg, und den weiblichen Körper, unterdrückt von Misogynie und patriarchalen Strukturen.
„Dein Körper, klein angesichts der Welt, ist die einzige Wahrheit…“
„Im Badezimmer entfernt die Frau ihre Fesseln, die heiligen Regeln…“
Die Gedichte von Nida Younis beginnen im Körper. Nicht etwa wegen des Erotischen, sondern weil er das erste ist, das Repression unterliegt, weil er der erste ist, von dem verlangt wird, dass er schweigt. Weil er es ist, der durchsucht wird, der gefangen genommen, der getötet wird.
Diese und weitere bewegende Eindrücke präsentiert die Dichterin auf ihrer Lesereise, auf der sie von der deutsch-französischen Lyrikerin Antemanha begleitet wird, die den Band zusammen mit Wendy Marth ins Deutsche übersetzt hat. Die Highlights der Lesung und des anschließenden Gesprächs sind hier verfügbar:






