Heute vor genau 100 Jahren wurde Ingeborg Bachmann (1926–1973) in Klagenfurt geboren – eine Autorin, die die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts geprägt hat wie nur wenige andere. Ihr Werk ist bis heute von ungebrochener Aktualität: Bachmann schrieb über Machtstrukturen, Geschlechterrollen und die oft unsichtbaren Formen der Unterdrückung, denen Frauen ausgesetzt sind. Zugleich durchzieht ihre Texte ein tiefes moralisches Bedürfnis nach Wahrheit – geprägt von ihren Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus.
Mit Werken wie Alle Tage, Reklame, Der gute Gott von Manhattan, Simultan und Malina schuf sie Literatur, die provoziert, berührt und herausfordert. Ihren internationalen Durchbruch verdankte sie der Gruppe 47, 1964 wurde sie mit dem renommierten Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.
Wer zum Jubiläum tiefer in Bachmanns Denken, Schreiben und Wirkung eintauchen möchte, findet in folgenden Büchern spannende Perspektiven:
- Monika Pan-Stadler: »Wir aber wollen über Grenzen sprechen«
- Sofie Friederike Mevissen: Gewaltgeschichte im Familiengedächtnis
- Sayaka Oki: Kommunikationsmedien im Spätwerk Ingeborg Bachmanns
- Karl Ivan Solibakke / Karina Tippeskirch: »Die Waffen nieder! / Lay down your weapons!«
- Hajnalka Nagy: Ein anderes Wort und ein anderes Land
- Christine Steinhoff: Ingeborg Bachmanns Poetologie des Traumes







